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Hauseigentümer als Energiesparer aktiv / Bisher standen Heizungen und Fenster im Mittelpunkt / Solaranlagen rücken bei Planungen nach vorn

21.05.2007

Über 50 Prozent der geplanten Einsparinvestitionen sollen noch 2007/2008 umgesetzt werden

Gestiegene Energiepreise, die neuen Energieausweise sowie Sorgen um das Klima sind starke Anreize für Energiesparinvestitionen im Wohnungsbestand. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Eigenheimbesitzern, die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) im Frühjahr 2007 durchgeführt hat. Befragt wurden Hauseigentümer, die in mindestens zehn Jahre alten Immobilien wohnen. Zur energetischen Verbesserung des in die Jahre gekommenen Gebäudebestandes haben allein in den letzten drei Jahren 30 Prozent von ihnen ihre Heizungs- bzw. Warmwasseranlage an moderne Standards angepasst, rund 20 Prozent haben Wärmefenster eingesetzt oder das Dach gedämmt. Bei den geplanten Energiemaßnahmen schiebt sich dagegen - parallel zur verstärkten Klimaschutzdiskussion - die Solaranlage mit 11 Prozent von Platz Fünf bereits auf Platz Zwei der Rangliste vor (vgl. Grafik).

Das aktuelle Umfrageergebnis bestätigt nach Einschätzung der LBS-Immobilienexperten, dass von den Eigenheimbesitzern bei der Bestandsoptimierung die größten Impulse ausgehen - kein Wunder, denn bei kleineren Gebäuden können bauliche Veränderungen am leichtesten in Angriff genommen werden. Außerdem spürt der Selbstnutzer die positiven Folgen der Investition in seinem Energiebudget unmittelbar. Die Umfrage zeigt auch, dass meist mehrere Einzelmaßnahmen miteinander kombiniert werden, um ein optimales Einsparresultat zu erzielen. So haben z.B. von denjenigen, die ihre Fassade gedämmt haben, fast zwei Drittel gleichzeitig ihre Heizung an den neuen Wärmebedarf angepasst. Und wer seinen Keller isoliert hat, der hat sich in weit mehr als der Hälfte aller Fälle auch an den Einbau von Wärmeschutzfenstern bzw. an die Dach- oder Fassadendämmung gemacht.

Das bisherige Modernisierungsengagement hat dazu geführt, dass nur noch 5 Prozent aller Eigentümer mit ihrem derzeitigen Energieverbrauch "sehr unzufrieden" sind. Weitere 18 Prozent zeigen sich "eher unzufrieden". Vor allem auch aus diesem Potenzial kommen die Energiesparer von morgen. Dabei zeigt sich nach Auskunft von LBS Research so etwas wie ein "Generationenwandel": Standen bis in die jüngste Zeit hinein noch eher konventionelle Energiesparmaßnahmen wie die modernere Heizungs- und Warmwasseranlage sowie neue Wärmeschutzfenster im Vordergrund, so richtet sich der Focus der Planungen für die nächsten Jahre auf eher aufwändige Maßnahmen wie neue, wärmegedämmte Dächer und Solaranlagen. Auch die bislang bei Bestandsverbesserungen eher unbedeutende Erdwärme kommt in den Planungen immerhin auf einen Anteil von 2 Prozent.

Nach dem Umfrageergebnis sollen die Maßnahmen zudem in sehr überschaubaren Zeiträumen realisiert werden. Ein knappes Viertel der Hauseigentümer will sie bereits in diesem Jahr durchführen, weitere 30 Prozent im Jahre 2008. Und obwohl teilweise aufwändigere Kombinations-Investitionen zur Energieeinsparung geplant werden, wollen 65 Prozent sie dann nicht auf mehrere Jahre verteilen, sondern kurzfristig zum Abschluss bringen.

Beeindruckend ist für die LBS-Experten im übrigen die hohe Zahl der Hauseigentümer, die ihre Verbesserungsmaßnahmen offensichtlich nicht von staatlichen Fördermitteln abhängig machen. Auch unter denjenigen, die konkrete Planungen für die nächste Zeit vorhaben, kannte laut Umfrage überhaupt nur ein knappes Drittel die Förderprogramme des Bundes und der Länder, zwei von drei zeigten sich insoweit noch nicht informiert. Hier kann nach Auffassung von LBS Research eine intensivere Aufklärung genauso helfen wie beim Thema "Energieausweis". Auch bei diesem neuen Instrument zur Ermittlung des energetischen Gebäudezustands bestehen nämlich bislang noch große Informationsdefizite.

Quelle / Pressekontakt:

Ivonn Kappel Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen Referat Presse Tel.: 030-20225-5398 Fax: 030-20225-5395 E-Mail: ivonn.kappel@dsgv.de



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